by Petra Bischoff
24. März 2010 14:35
Im Januar hatte ich das Vergnügen eine ganz besondere Abendveranstaltung in Stockholm zu besuchen. Ich war bei Wallmanns SaIonger und hatte zunächst nur eine vage Vorstellung, von dem was mich erwartete. Auf meiner Einladung stand nämlich nur etwas von Musik der 70-ziger Jahre incl. Abendessen. Also startete ich frohgemut an diesem schönen, aber eisigen Samstagabend in Richtung Kungsgatan. Dort erwartete mich schon eine riesige Schlange vor dem Einlass. Trotzdem ging es relativ schnell voran und es machte auch Spaß die ganz unterschiedlich gekleideten und erwartungsfrohen Menschen vor mir zu beobachten. Drinnen angekommen, wies man mir meinen Weg in die 1. Etage und brachte mich zu meinem Tisch. Dann ging es auch schon los. Der nette Kellner, der soeben noch meine Getränkewünsche entgegengenommen hatte entpuppte sich zusammen mit anderen dienstbaren Geistern als toller Sänger, Tänzer und Entertainer. Ob Abba oder Harpo. Alles was in den 70- zigern Kult war wurde gespielt. Dabei handelte es sich immer um einzelne Showeinlagen mit mehreren Titeln und zwischendurch wurde das Essen serviert. Auch eine Einlage mit schwedischen Studentenliedern war dabei und es muss wohl nicht betont werden, daß die Darsteller auch immer dementsprechend gekleidet waren. Zum Schluß war die Stimmung auf dem Siedepunkt. Jeder klatschte, tanzte oder stand sogar auf dem Stuhl. Alle wurden mitgerissen und ich als Deutsche staunte einmal mehr über die angeblich so kühlen Schweden, die rockten was das Zeug hielt. Eine tolle und rasante Performance und eine super Idee für einen schönen und erlebnisreichen Abend in Stockholm. Ich hatte jedenfalls einen Riesenspaß und summte und trällerte die Lieder noch auf meinem späten Nachhauseweg durch die Straßen und Gassen Stockholms.
Weitere Informationen in schwedischer und englischer Sprache finden Sie auch unter: www.wallmanns.se/
by Petra Bischoff
21. März 2010 17:05
Morgen geht es wieder los. Ich besuche die Kunstrunde im östlichen Landesteil von Skåne, nämlich Österlen. Kunstrunde, ein Ausdruck den wir in Deutschland nicht kennen, der aber in Schweden zu einem Qualitätsbegriff geworden ist. Was verbirgt sich dahinter?
In diesem Jahr, wie jedes Jahr ueber Ostern, laden Kuenstler dieser Region vom 02. bis zum 11. April zum Besuch ihrer Werkstätten, Ateliers, Galerien und Wohnungen ein, um ihre Werke zu zeigen. 1968 hatte ein schwedischer Künstler die Idee zu einer solchen Veranstaltung, um auch Menschen, die normalerweise keine Galerie oder Ausstellung besuchen, an die Kunst heranzuführen. Den einladenden Künstlern kann man bei der Arbeit zuschauen und Interessantes über sie selbst und über ihre Kunst erfahren. Dabei ist die Kunstrunde nicht nur für kommerzielle Aussteller gedacht sondern auch viele Hobbykünstler stellen ihre Werke aus. Die Palette reicht dabei von Gemälden, Tischler- und Schreinerarbeiten, Keramik , Stickereien, handgewebten Teppichen und Glaskunst bis zu Metallarbeiten und Skulpturen. Manchmal kann man in diesem anregenden Ambiente gegen ein kleines Entgelt auch Kaffee und Kuchen geniessen. Und wer als Hobbykuenstler nicht in sein privates Atelier einladen möchte oder seiner Leidenschaft vielleicht im eigenen Wohnzimmer frönt, dem wird auf Wunsch eine Ausstellungsstätte zugewiesen, die sich oft in sehr schönen Räumlichkeiten, wie etwa einer alten Muehle oder in einem Schloss befinden. Und sollte nichts davon in diesem Ort vorhanden sein, wird eben kurzerhand die örtliche Schule umfunktioniert. Innerhalb Schwedens ist diese Kunstrunde sehr bekannt und beliebt und mittlerweile wird diese Art von Veranstaltung vom zeitigen Frühjahr bis in den Herbst hinein auch in verschiedenen anderen Landesteilen Schwedens angeboten. Auskünfte erteilen dabei die jeweiligen Touristenbüros, in denen man auch kostenlos eine Liste der Ausstellungsorte, Künstler und der dargebotenen Werke erhält.
Ich selbst habe schon mehrere dieser Kunstrunden innerhalb Schwedens besucht, anregende Gespräche geführt und viele neue Einblicke in die Kunst und auch das Künstlerleben gewonnen. Und deshalb freue ich mich schon jetzt auf meinen Besuch der Kunstrunde 2010 in Österlen.
by Marion Rolfs
17. März 2010 11:43
Seit einigen Jahren fahre ich als Reiseleiter auf der Busrundreise „Kulturelle Seele des Nordens“ mit unseren Gästen durch Südschweden. Und jedes Jahr ist es wieder spannend, die Reaktionen der Gäste zu sehen.
Ist doch Schweden bisher so gar nicht das klassische Bus-Rundreiseland gewesen. Und was gibt es hier eigentlich mehr als ABBA, IKEA, Pippi Langstrumpf, Elche und Knäckebrot? Die Gäste kommen mit wenig Erwartungen sind aber sehr neugierig, was dieses sympathische Land wohl noch zu bieten hat. Wir besuchen während unserer Rundreisewoche alle Höhepunkte des Südens inkl. der grossen Städte Malmö, Göteborg und unsere schöne Hauptstadt Stockholm. Selbstverständlich sehen wir auch die spektakulären Schleusentreppen des Göta Kanals, besuchen Skandinaviens grösste Steinsetzung Ales Stenar, fahren durch kleine malerische Dörfer, sehen schöne Küstenabschnitte und Schären, besuchen idyllische Holzstädte, Astrid Lindgrens Näs in Vimmerby, das Glasreich, die schönen Königsschlösser ( z.B. Gripsholm und Kalmar), Elche und vieles vieles mehr. Wir wohnen in aussergewöhnlichen Hotels von modernen Designerhotels bis zu Hotels im Herrenhofstil am See.
Und immer begleitet uns die schöne Natur des Landes. Die vielen Seen und Wälder.. Am Ende der Reise wird es im Bus immer stiller: Diese Reise soll nie zu Ende gehen. Es war wie eine Reise in eine andere Welt: Ruhe und Entspannung, freundliche, lebensfrohe Menschen, Komfort und Gemütlichkeit, helle Sommernächte und es gab so viel Schönes zu sehen….. Und nachdem sich jeder die Eingangsfrage selbst beantwortet hat, ist eines ganz klar: Wir kommen wieder und wollen mehr „Schweden“ sehen und spüren – das schönste Kompliment, das man einem Reiseland machen kann.
Ich lebe als Deutsche seit einigen Jahren mit meiner schwedischen Familie in diesem wunderbaren Land und am liebsten sollen alle, alle, alle kommen und an diesem Lebensgefühl „schwedischer Sommer“ teilhaben. Ich glaube, dass dieses Land eine Sehnsucht bedient, die wir alle in uns haben und uns den hektischen Alltag in anderen Ländern leichter ertragen und Energie tanken lassen. Sehen wir uns bald? - Välkommen i Sverige
by Alfred Becker
30. Januar 2010 13:48
Mit einer meiner Reisegruppen war ich mal wieder in Schwedisch Lappland unterwegs. Diese Gruppe hatte, neben den klassischen Aktivitäten wie Scooter- oder Huskytouren, ein besonderes Wintererlebnis gebucht: eine Eisbrechertour. Vom Hotel aus starteten wir mit dem Bus zur nahegelegen Küste in Nordschweden. In Piteå, ca. 70 Kilometer südlich von Luleå gelegen, wurden wir dann von einer netten Schiffscrew empfangen. Ein Guide erklärte uns die Technik des Eisbrechers und führte uns durch die Schiffsräume. Auch die Brücke mit Kapitän und den Maschinenraum durften wir besuchen. Zwischenzeitlich fuhr das Schiff los in Richtung offenes Meer. Wir sind dann auch gleich an Deck gegangen als wir durch den Lärm aufgescheucht wurden. Das Schiff hatte bereits die ersten Schollen hinter sich gelassen. Ganz vorn am Bug standen wir und haben miterleben dürfen, wie sich das Schiff mit einer unglaublichen Gewalt durch die Eisdecke manövrierte. Am Ende des Schiffes waren bis zu 30 cm dicke Eisschollen zu bestaunen, die vom Eisbrecher aus den rieseigen Eisplatten herausgebrochen wurden.
Es war ein unglaublicher Anblick inmitten des Bottnischen Meeres zu sehen, wie eine Fahrrinne aus einer zugefrorenen Seefläche entsteht. Nach ungefähr einer Stunde hielt das Schiff an und es wurde ein Ausstieg vorbereitet. Wir sind gleich alle von Bord gegangen und liefen über der Eisfläche um das Schiff herum. Als dann die Schiffsbesatzung zum Eisbad einlud, wurde es mehr als nur spannend. Im Spezialanzug sind einige Teilnehmer ins Eiswasser gegangen und dies war natürlich für jeden Teilnehmer eine ganz besondere Erfahrung. Die Kameras liefen auch Hochtouren... An Bord wurde anschließend heiße Suppe und Getränke serviert. Nach ca. 2 Stunden legten wir wieder sicher im Hafen von Piteå an und während der Rückfahrt zum Hotel hatte jeder Teilnehmer viel zu erzählen. Die Eisbrechertour wird jeden Samstag im Zeitraum von Januar bis März angeboten. Wer sich diese Tour einmal ansehen möchte, der findet diesen Ausflug bei der Tour "Arvidsjaur - das lebendige Lappland".

by Helmut Becker
27. Januar 2010 13:19
Unsere Ankunft auf dem Flughafen wirkte ziemlich abenteuerlich. Die riesige Boing landete jedoch ohne Probleme auf den winzigen Flughafen mitten im Wald. Auch die anschließende Busfahrt verstärkte den Eindruck noch mitten in der Wildnis zu sein. Auf der zweistündigen Fahrt zwischen Flughafen und Hotel begegneten uns kaum Autos. Dafür konnten wir aber schon einige Rentiere sehen.
Am zweiten Tag fuhren wir mit Hundeschlitten durch die tiefverschneite Landschaft. Es war wieder einmal ein besonderes Erlebnis bei -24 Grad einen Hundeschlitten selbst zu lenken. Abends saßen wir gemeinsam am Lagerfeuer und jeder der wollte durfte einmal frisch gebratenes Rentierfleisch probieren. Die Stimmung war trotz der Kälte super. Es wurde gesungen und die Marsha/Führer erzählten Geschichten.
Die Rentierfarm habe ich diesmal nicht nicht besucht. Wer die Gelegenheit hat sollte dies aber unbedingt tun. So nahe kommt man Rentieren in der Natur nicht. Ausserdem besteht die Möglichkeit die Tiere zu füttern.
Am dritten Tag besuchten wir unter anderem auch das Eishotel. Dieses Hotel wird jedes Jahr von Eisdesigner neu erschaffen. Die Skulpturen und die Präsision der Eisblöcke ist einfach erstaunlich. Ich konnte auch in einige der Unterkünfte rein schauen. Dort gab es ein Zimmer, dass wie ein Schachbrett designt war. Und es gab ein Zimmer im Stile eines Vogelnests. Doch bei -4 bis - 5 Grad Zimemrtemperatur ist es mir zu kalt zum schlafen, obwohl jede der Unterkünfte die vom Haupttunnel abgehen, mit wärmenden Pelzen ausgelegt ist. Auffwärmen konnte man sich hier an der Eistheke. Die zum Teil alkoholischen Getränke wurden stilecht in Bechern aus Eis serviert.
Wer das alles selber mal erleben will, sollte sich die 4-tägige Tour "Stippvisite am Polarkreis" nicht entgehen lassen.
Links:
Eishotel http://www.icehotel.com

by Alfred Becker
15. Januar 2010 11:03
Abschalten vom Alltag einmal ganz anders. Wir haben bei der Vorbereitung dieses Reisespecial selbst die wunderschöne nordschwedische Landschaft mit einem Hundeschlitten bereist und unvergessliche Eindrücke von der Zusammenarbeit mit den Hunden und den Mushern/Führern gewonnen. Das Huskycamp liegt in der Nähe von Kiruna, der nördlichsten Stadt Schwedens. Nachdem wir in den ersten Tagen unter fachkundiger Führung den Umgang mit dem Schlitten und den Hunden erlernt haben, durften wir auf der anschließenden zweitätigen Safari durch "Europas letzte Wildnis" die Hundeschlitten selbstständig führen. Während der Safari haben wir in der freien Wildnis ausserhalb des Camps übernachtet. Es war ein einmaliges Erlebnis, wie die Hunde mit einfachen Befehlen zu führen waren und die Schlitten nur durch Gewichtsverlagerung die Richtung änderten. Die atmenberaubende Landschaft und die enge Zusammenarbeit mit den Hunden und den Führern sind unvergesslich. Ein aktiver 6-tägiger Winterurlaub weit ab vom Trubel für Abenteuerlustige.
Weitere Informationen zu der Reise finden Sie hier: Husky-Abenteuer in Schwedisch Lappland

by Alfred Becker
13. Januar 2010 09:40
Ab sofort können Sie im Blog von Schwedenpur aktuelle Erfahrungsberichte unserer Reiseleiter, Mitarbeiter und Partner nachlesen, direkt aus erster Hand. Außerdem würden wir uns freuen, an dieser Stelle künftig auch Ihre Erlebnisse mit Schwedenpur veröffentlichen zu dürfen. Senden Sie uns dazu einfach Ihren Bericht mit dem Betreff „Reisebericht - Meine Reise (Reisename, bspw. Polarkreis)“ an die Emailadresse info@schwedenpur.de. Bilder und kurze Videoclips zu einzelnen Reisen sind natürlich ebenfalls willkommen. Ihr Beitrag wird von uns schnellstmöglich im Blog veröffentlicht.
Da ein Blog immer erst durch den Dialog mit seinen Lesern zum wirklichen Leben erwacht, freuen wir uns genauso über Kommentare zu den vorhandenen Einträgen. Viel Spaß beim Stöbern!